Vier Tipps für eine stressfreie Adventszeit

Für eine stressfreie Adventszeit

Plötzlich steht Weihnachten vor der Tür. Völlig unerwartet könnte man meinen, doch der erste panische Blick auf den Kalender täuscht nicht. Bald ist Weihnachten!

Es scheint, als wären die letzten Wochen und Monate einfach so im Schlaf vergangen. Und doch brennt die erste Kerze des Adventskranzes bereits. Unglaublich. Jedes Jahr aufs Neue. „Out of the blue“, wie aus heiterem Himmel, sozusagen.

Dabei kann es jetzt passieren, dass sich eine massenübergreifende, vorweihnachtliche Stresseuphorie-Phase breit macht. Langsam und schleichend, bis sie uns alle nach und nach am Haken hat und uns erst wieder kurz nach Weihnachten ausspuckt.

Pah, und dann liegen wir dort. Vollgefuttert und mit den Nerven am Ende. Und brauchen womöglich auch noch Urlaub.

Immer kommt Weihnachten viel zu „überraschend“. Dabei werden wir spätestens im September bereits in sämtlichen Supermärkten mit Dominosteinen und Lebkuchenherzen beworfen. Na guten Appetit. Kein Wunder, dass wir uns gestresst fühlen. Der Wahnsinn bahnt sich seinen Weg bereits Monate zuvor über unsere Geschmacksnerven in unsere Köpfe. Vielleicht erleben wir bald den Tag, an dem wir schon im Spätsommer zu Last Christmas gemütlich in der Sonne sitzen und an unserem Cocktail nippen. Geht bestimmt auch. Irgendwie! Ha! Aber muss das?

Bei so viel vorweihnachtlichem Stress möchte man doch am liebsten die nächsten vier Wochen mit dem Kopf in einen riesen großen Glühweintopf fallen. Schwups, plumps und weg.

Damit dir das dieses Jahr aber nicht passiert, auch wenn ich einen gesunden Umtrunk natürlich immer gerne unterstütze, gebe ich dir meine persönlichen und bereits seit einigen Jahren erprobten vier Tipps für eine entspanntere Vorweihnachtszeit mit auf den Weg.

  1. Lass das Schenken sein

Alles begann damit, dass ich das Schenken innerhalb meiner Partnerschaft abschaffte. Zum Glück stieß ich bei meinem Freund damals auf sein Wohlwollen. Als ich ihn fragte, wieso er meinen Vorschlag ohne mit der Wimper zu zucken bejahte, sagte er nur: „Weniger Stress!“

Und er hatte Recht. Mag das Schenken auch noch so schön sein, es erspart dir einfach unglaublich viel Stress und Zeit, wenn du es lässt. Zeit, die du in der vorweihnachtlichen Zeit lieber mit deinen Liebsten verbringen kannst. Triff dich mit deinen Freunden auf dem Weihnachtsmarkt, lade sie zum leckeren Käsefondue nach Hause ein und pack mit ihnen die Feuerzangenbowle aus.

Abgesehen davon, dass man dich nicht wie jemand, der wie von einer Tarantel gestochen, durch die Stadt hetzen sieht, bleibt dir am Ende des Tages einfach total viel Energie für anderes, wie zum Beispiel für dich selbst.

Sorge dafür, dass es dir gut geht. Kein Geschenk der Welt macht deine Familie oder deine Freunde so glücklich, wie zu sehen, wie gut es dir in dieser gestressten Zeit geht.

Und für all die Onlineshopper, die jetzt vielleicht laut aufatmen. Ja, du hast vielleicht weniger Stress, weil du zu Hause gemütlich vor dem Laptop sitzt und nicht nach draußen ins Kalte musst. Stimmt, da gebe ich dir recht.

Aber brauchen wir wirklich noch mehr Socken, Unterhosen, Bodylotions, Bücher, Fotokalender und sämtliches anderes Zeugs? Eher nicht. Und wenn doch, dann ist es auch okay. Nicht, dass du mich hier falsch verstehst. Ich habe nichts gegen das Schenken. Es macht Spaß, bringt Freude und zeigt vielleicht auch wie sehr wir einer Person zugetan sind.

Finde ein soziales Projekt

Für mich hat sich das langsame Reduzieren des Schenkens in den letzten Jahren jedoch bewährt. Es macht mich glücklicher, entspannter und auch freier. Ich verschicke seitdem viel häufiger einen lieben Gruß, lade Freude zum Essen ein und unternehme mit meinem Freund etwas Schönes. Das ist Schenken für mich.

Und mal abgesehen von dem Stress, den du dir ersparst. Dein Portemonnaie bleibt auch voller. Voll genug, um sich in deiner Stadt mal umzuhören, ob es nicht das ein oder andere soziale Projekt vor deiner Haustüre gibt, das sich über dein persönliches Geschenk, in welcher Weise auch immer, unheimlich freuen würde. Halt die Augen offen.

  1. Wenn du schmücken willst, dann jetzt

Seit Jahren nehme ich mir vor, meine kleine Weihnachtskiste mit den bunten Kugeln und Weihnachtsmänner viel eher auszupacken. Leider hat es bei mir bis jetzt immer nur für kurz vor knapp gereicht. Dieses Jahr habe ich es anders gemacht. Seit gut 10 Tagen ist die Wohnung weihnachtlich dekoriert. Bevor jetzt jemand auf die Idee kommt, „so früh“ zu rufen, den erinnere ich an dieser Stelle gerne noch mal an meine heißgeliebten Lebkuchenherzen aus den Supermarktregalen, die ich dort bereits im September entdeckt habe. HA!

Ich fühle mich entspannt und kann mich in meinem zu Hause zurück lehnen, abends den Lichterbogen anschalten, die Füße hochlegen und die vorweihnachtliche Stimmung genießen. Ich bin übrigens ein absoluter Lichterfan und habe jetzt im Vorfeld auch endlich etwas von der ganzen Mühe. Toll!

Also pack deine Kisten aus, mach es dir gemütlich und genieße diese bunte Zeit ein bisschen länger!

  1. Schaffe dir Rückzugsorte

Ja, Weihnachten ist stressig. Kann stressig sein. Deswegen ist es wichtig, dass du dir in der nächsten Zeit kleine Rückzugsorte schaffst, um Energie zu tanken. Energie, die du für dich brauchst, aber auch für deine Lieblingsmenschen.

Du hast doch bestimmt schon mal den Begriff „Energievampire“ gehört, oder nicht? Energievampire sind Menschen, die dir deine ganze Power, deine Energie rauben und dein Stresslevel damit um einiges erhöhen. Jetzt stell dir einmal vor, dass sich in den nächsten Wochen vor Weihnachten unzählige deiner Lieblingsmenschen in diese Energievampire verwandeln, in stressige Energieräuber. Und darauf solltest du vorbereitet sein. Indem du immer mal wieder in dich gehst, dich in Meditation übst, dir eine Massage gönnst, den Kopf ins Becken steckst und ein paar Bahnen ziehst. Ganz egal. Tu in den kommenden Wochen genau das, was dir gut tut. Und dann tu es doppelt!

  1. Vollgestopfter Zeitplan an Weihnachten? Forget it! Schreib dir ZEIT in den Kalender

Sind deine Weihnachtstage jedes Jahr auch immer so vollgestopft mit Terminen? Ja?! Meine auch. Seit Jahren hetze ich von einem Weihnachtsessen zum nächsten. Bereits am 1. Weihnachtstag möchte ich mit meiner Wampe im Bett liegen bleiben und ausschlafen. Leider ging das in den letzten Jahren nie. Vom Weihnachtsfrühstück, hin zum Weihnachtsessen, über Weihnachtskuchentreffen war alles dabei. Bis in die späten Stunden wird gefuttert und nebenbei arbeitet man sämtliche Einladungen ab.

Damit ist dieses Jahr Schluss. Wie du merkst, ist Tipp Nr. 4 der einzige Ratschlag, dem ich mich dieses Jahr selbst zum ersten Mal stelle. Ich weiß nicht, was die Weihnachtstage bringen und gerade hängen die Einladungen noch in der Luft. Aber ich weiß, dass sie kommen werden. Bald, in den nächsten Tage und dann werde ich mich entscheiden. Für mehr Entspannung, mehr Zeit, weniger Stress und Fahrerei und ja verdammt, dieses Jahr an Weihnachten möchte ich abends zeitig zu Hause sein und irgendeinen kitschigen Weihnachtsfilm gucken. Warum?

Weil das entspannend klingt! Und ich das so schon viel zu lang nicht mehr getan habe!

PS:

Und keine Angst, solltest du die folgenden Tipps dieses Jahr noch nicht so gut beherzigen können, na dann kannst du es nächstes Jahr wieder probieren. Wir wissen ja beide, dass es dann auch wieder heißt: „In vier Wochen ist Weihnachten“!

Foto: Copyright Pixabay.com

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